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Gemeinschaft, Spaß und Sport bei Jahresauftakttraining der ESV-Leistungsturnerinnen

Zwei Generationen Turnerinnen, Trainer und Familien nahmen am Jahresauftakttraining der ESV-Leistungsriege teil.

Josefine Jäckel (vorne) und Henrike Schnapperelle trainieren am Schwebebalken in einer vollständig aufgebauten Trainingshalle.

Bei einer Einheit am Boden trainieren Janne Schwarzer und Nissrin Mouane intensiv gymnastische Haltungen, während ihre Kameradinnen dahinter eine Akrobatikeinheit absolvierten.

Seit zehn Jahren fahren Athletinnen der Leistungsturnabteilung weiblich des Einbecker Sportvereins (ESV) meist zum Jahresbeginn ins Trainingslager in die Landessportschule Sachsen-Anhalt nach Osterburg, um eher mit dem Training beginnen und sich so intensiver auf die im Februar beginnende Wettkampfsaison vorbereiten zu können. Neben den Übungseinheiten hat dieser sportliche Jahresauftakt aber auch eine wichtige integrative Funktion: Mittlerweile stehen schon zwei Generationen Turnerinnen in der Halle, wenn die Männer und Kinder der „Seniorinnen“ jenseits von 30 Jahren mit dabei sind und sich Väter und Turnerinnen um die Kinder kümmern, damit ihre Mütter mehr Trainingszeit haben. Einige der Kleinen eifern ihren Müttern auch schon nach und trainieren mit. Zum anderen haben in den vergangenen Jahren auch immer wieder Turnerinnen und Trainerinnen befreundeter Vereine aus anderen Teilen Niedersachsens teilgenommen, sodass der gemeinschaftliche Charakter gleichberechtigt neben dem Training steht.

Leider konnten für dieses Jahr keine Plätze mehr in Osterburg reserviert werden, weshalb die ESV-lerinnen der Idee eines seit Jahren mitreisenden „Turnpapas“ folgend auf die kleine Hubehalle zum Training und das eigene Vereinsheim zum Schlafen und Essen auswichen. Liebevoll haben sie das dreitägige Trainingslager aber dennoch stets „Osterburg in Einbeck“ genannt. Dank der Hilfe vieler Eltern wurde die Essenslogistik im Vereinsheim gut bewältigt. Alles schmeckte und es ging so keine Trainingszeit verloren. Für diese Hilfe sind die Verantwortlichen der Abteilung unglaublich dankbar. Es zeigte sich wieder einmal, dass die Abteilung von ihren Turnerinnen, Eltern, Trainern und Kampfrichtern gemeinsam lebt.

In der Turnhalle wurde bis zu sieben Stunden am Tag trainiert, wobei die Übungsleiter auf ihre Entschädigung verzichteten. In teils langen Einheiten nahmen sich die Sportlerinnen Zeit, an den Elementen zu feilen, die sie in der im März beginnenden Einzelsaison zeigen wollen. Die älteren und besten Athletinnen der Abteilung müssen sich sogar schon Mitte Februar als Mannschaft einem Qualifikationswettkampf auf Landesebene stellen, in dem erstmals die Landesligen für ein klassisches Auf- und Abstiegssystem zusammengestellt werden. Hier nutzten die Trainer die zusätzliche Zeit, um die Mannschaftszusammenstellung zu finalisieren. Um dem zunehmenden Muskelkater entgegenzuwirken, wurde auch das Einbecker Schwimmbad besucht und das Turmspringbecken unsicher gemacht. Auch verabschiedeten die ESV-lerinnen eine Kameradin, Lena-Marie Reger, für drei Monate nach Grenoble (Frankreich) zu einem Austausch. Beim Essen und an den Abenden blieb zudem Zeit, sich auch neben dem Sport auszutauschen oder einfach gemeinsam Freizeit zu verbringen. Insgesamt blicken die Leistungsturnerinnen des ESV somit wieder auf ein gelungenes Trainingslager zurück. Für die ersten Januartage 2020 steht die Reservierung für Osterburg bereits fest.