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ESV-Leistungsturnerinnen ziehen in Landesliga 4 ein

Alina Tietze, Dorothea Lodder, Annika Freitag, Janet Ulczok, Jona Goebel und Janne Schwarzer (von links) erturnten für den ESV einen Startplatz in der Landesliga 4 und gehen als Tabellenführerinnen in die erste Ligasaison.

Ab der Saison 2019 gibt es im Gerätturnen Frauen in Niedersachsen erstmalig ein normales Ligasystem mit Auf- und Abstiegsverfahren. Es existieren vier Landesligen und darunter je eine Bezirksliga pro Regierungsbezirk, aus der das erstplatzierte Team in die Landesliga 4 aufsteigt. Um die Ligen erstmalig zu besetzen, wurde jetzt ein Qualifikationswettkampf mit den 46 besten Teams aus ganz Niedersachsen an einem Wochenende in Bad Iburg durchgeführt. Zu diesem liebevoll „Chaos-Wettkampf“ genannten Ausscheidungsturnen erhielten auch die Leistungsturnerinnen des Einbecker Sportvereins (ESV) eine Einladung, da sie in den vergangenen Jahren auf Bezirksebene auf den vorderen Plätzen mitgeturnt hatten. Im Chaos-Wettkampf starteten sie als einziges Team aus dem gesamten Turnkreis Northeim-Einbeck.

Für die nun geforderte anspruchsvolle Kürstufe LK2 an den vier Geräten Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden haben die Trainer der Abteilung ihre besten Mehrkämpferinnen und ein paar Gerätspezialistinnen nominiert, um an jedem Gerät mindestens drei hohe Wertungen (bei vier startenden Turnerinnen) zu erreichen und sich so vorne im Feld zu platzieren. Die letzten 13 Teams ziehen nicht in die Landesligen ein. Alina Tietze, Dorothea Lodder, Annika Freitag, Janet Ulczok, Jona Goebel und Janne Schwarzer (Jahrgang 1997 bis 2003, Foto von links nach rechts) gaben in Bad Iburg ihr Bestes und hatten unter fachkundiger Betreuung von Katrin Freitag und Marc Rudloff einen guten Tag. Am schweren, nur zehn Zentimeter breiten Schwebebalken beginnend, starteten die ESV-lerinnen mit nur einem Sturz in vier Übungen in den Wettbewerb, sodass sie gute 35,050 Punkte als Teamergebnis mitnahmen. Am Boden hielten alle kurz den Atem an, als Annika Freitag bei einem Salto schwer stürzte. Zum Glück blieb sie unverletzt und konnte weiterturnen. Das Gerätergebnis war mit 37,110 Punkten noch immer hoch. Am Sprung zeigten sich die Einbeckerinnen gewohnt stark. Sie erzielten mit ihren Überschlagsprüngen mit Längsachsendrehungen hohe 37,240 Punkte. Am abschließenden Stufenbarren lief es dann nicht optimal, aber mit 33,770 Zählern blieben die Turnerinnen immer noch im Schnitt bei über elf Punkten pro Übung.

23 hochqualifizierte Landes-, Bundes- und internationale Kampfrichter – darunter die Einbecker Susanne Maul-Koblitz und Falk Ostermann – gaben am Wochenende insgesamt 920 Wertungen ab, bei denen es keinen einzigen Einspruch durch die Trainer gab. Der Wettkampf war besonders spannend, da man bis zum Ende des sechsten Durchganges warten musste, um die endgültige Punktzahlen aller Teams und somit den Tabellenplatz zu kennen. Die ESV-Leistungsturnerinnen kamen am Ende mit 143,170 Punkten auf den 25. Tabellenrang. Somit gehen sie als bestes Team der Landesliga 4 in die Saisonwettkämpfe im Spätsommer und Herbst. Das Ziel ist erst einmal der Tabellenerhalt. Dies wird nicht einfach, denn die Punktabstände sind gering, die letzten vier Teams steigen in die Bezirksligen ab, und wegen eines Auslandsjahrs von Janne Schwarzer sowie des Abiturs von Annika Freitag und Dorothea Lodder ist noch nicht endgültig klar, wie die Mannschaft nach den Sommerferien aussehen wird. Die Trainer der Abteilung sind dennoch stolz auf das, was ihre Turnerinnen erreicht haben. Sie werden versuchen, ihre Athletinnen optimal vorzubereiten, um in diesem neuen Ligasystem mitturnen zu können.