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Vier ESV-Leistungsturnerinnen starten im Kürprogramm beim Bezirksfinale

Für die Bezirksfinals im Gerätturnen Frauen, die dieses Jahr in Göttingen ausgetragen wurden, haben sich vier Athletinnen der Abteilung Leistungsturnen weiblich des Einbecker Sportvereins (ESV) in den anspruchsvollen Kürklassen qualifiziert. Im Gegensatz zu den jüngeren Sportlerinnen im Pflichtprogramm müssen diese Turnerinnen ihre Übungen selbst zusammenstellen. Je höher der Schwierigkeitswert der Übung, desto höher der Ausgangswert, von dem die Kampfrichter Abzüge für die Ausführung vornehmen.
In der schwierigsten Leistungsklasse LK2 gingen Nissrin Mouane, Jana Fröhlich und Anisa Nezirovska ins Rennen. Nissrin Mouane (Jahrgang 2005) startete in der jüngsten Altersklasse der 14- bis 15-Jährigen. Sie hatte sich bei ihrem ersten Start in der LK2 gleich zum Bezirk qualifiziert, erwischte in Göttingen dann aber keinen guten Tag am Schwebebalken. Durch mehrere Stürze vom nur zehn Zentimeter breiten Gerät bekam sie viele Abzüge, die sie in der Gesamtwertung zurückwarfen. Am besten war die junge Einbeckerin am Sprung und am Boden. Auch durch den anspruchsvollen Stufenbarren kämpfte sie sich gut durch, aber wegen der Probleme am Schwebebalken reichte es so nur noch für den 19. Platz. Eine Altersklasse höher, bei den 16- und 17-Jährigen, startete Anisa Nezirovska (2003). Mit etwas mehr Punkten als Nissrin (43,700 Zähler) kam sie auf Platz zehn in diesem starken Teilnehmerinnenfeld. Auch sie turnte gut am Boden und Sprung und blieb am Barren und Balken mit einigen Fehlern ausgeglichen, allerdings hat sie dort noch Steigerungspotenzial nach oben.

In den Altersklassen von 18 bis 29 Jahre gingen sowohl Jana Fröhlich (2001) in der LK2 als auch Alina Tietze (1997) in der LK3 an den Start. Jana Fröhlich konnte sich aufgrund schulischer Verpflichtungen nicht optimal auf den Wettkampf vorbereiten. Trotzdem erreichte sie mit 46,717 Punkten nach vier Geräten ein Ergebnis, das sich sehen lassen konnte. Jana hatte nur am Schwebebalken Schwierigkeiten und präsentierte sich an den anderen drei Geräten gekonnt. Am Sprung und Boden erreichte sie sogar jeweils mehr als 13 Punkte und hatte damit nur wenig Ausführungsabzüge. Auf Platz sieben schlitterte sie nur um einen Platz an der Landesqualifikation vorbei. In der etwas leichteren Leistungsklasse LK3 zeigte sich Alina Tietze auf einem ähnlich guten Niveau wie Jana und schaffte 46,400 Punkte. Alina zeigte sich gewohnt sicher und präzise am Sprung und bekam hohe 12,95 Zähler für ihren Überschlag mit Drehungen in beiden Flugphasen. Am Boden zeigte sie eine ihrer bisher besten Übungen, die mit 13 von 14,9 möglichen Punkten bedacht wurde. Auch am Balken lief es zufriedenstellend, sodass der einzige Wermutstropfen das Barrenergebnis war, wo Alina einen Absteiger kurz vor dem Abgang hinnehmen musste, über den sie sich selbst am meisten ärgerte. In einem starken Teilnehmerinnenfeld kam sie auf Platz zehn. Wenn die junge Rechtspflegerin weiter so gut trainiert, hat sie bestimmt noch Potential nach oben. Zwar reichte es in diesem Jahr nicht zu einer Qualifikation zu den Landesfinals, aber einige individuelle Erfolge und Verbesserungen lassen die Trainer der Abteilung dennoch gütig auf das Bezirksfinale zurückblicken.