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Landesligawettkampf ESV überzeugte mit guten Leistungen

Faszinierende Darbietungen an Stufenbarren, Schwebebalken, Sprung und Boden präsentierten rund 280 Turnerinnen aus 34 niedersächsischen Teams am vergangenen Wochenende in der Einbecker Stadionhalle. Nicht nur Turnerinnen und Trainer fieberten bei den gezeigten Übungen mit, das Publikum auf der Tribüne spendete viel Beifall und spornte die Athletinnen immer wieder zu gekonnten Darbietungen an. 

Seit diesem Jahr richtet der Niedersächsiche Turnerbund (NTB) ein neues Format für Mannschaftswettkämpfe aus. Unterhalb der Bundesligen und der Regionalliga kreierten sie Landesligen im Gerätturnen weiblich für Niedersachsen. Zu Beginn des Jahres nominierten Verantwortliche jedes Turnbezirkes jeweils ihre zwölf besten Teams. Diese traten dann im Februar in Bad Iburg gegeneinander an, um sich für das neue Ligasystem zu qualifizieren. Das gelang 34 Teams. Nach erreichtem Mannschaftsergebnis nahmen die NTB-Verantwortlichen die Einteilung in die jeweiligen Ligen I bis IV vor. Der schwierige Qualifikationswettkampf war für jeden Verein anstrengend - körperlich und mental. Jeder größerer Fehler wie zum Beispiel ein Sturz vom Gerät (ein Punkt Abzug) konnte dazu führen, dass die Qualifikation misslang. Sauberkeit und Sicherheit waren gefragt. Mit einer überzeugenden Leistung gelang der Riege der Abteilung Leistungsturnen weiblich des Einbecker Sportvereins der Sprung in die Landesligen. Zwar wurde die Landesliga III um 0,3 Punkte verfehlt - das entspricht einem gebeugten Knie in 16 gezeigten Übungen des Teams an allen vier Geräten -, doch freuten sich Annika Freitag, Dorothea Lodder, Janet Ulczok, Jana Fröhlich, Nissrin Mouane, Aline Tietze, Nora Scholz, Janne Schwarzer, Jona Goebel und Anisa Nezirovska über das gute Ergebnis.Bei der Hinrunde im September erreichten sie in Hildesheim einen guten sechsten Platz in ihrer Liga, verbesserten sich beim Rückwettkampf in Einbeck noch um einen Rang. Angefeuert von zahlreichen Zuschauern, Turnkollegen und Familienmitgliedern zeigten die Einbeck gute Leistungen am Boden und überzeugten am Stufenbarren. Während sie am Sprungtisch nicht die gewohnten Leistungen bringen konnten, schreckte sie der »Zitterbalken«, der Schwebalken, nicht ab. Hohe Wertungen erzielten sie auf dem nur zehn Zentimeter breitem Turngerät.In der Liga IV belegte der Einbeck SV den fünften Platz, hinter TSV Vordorf, TSV Stelle, Blau-Weiß Lohne und ASC Göttingen. TuS Engter gewann die Liga III vor MTV Goslar und TSV Buchholz, die Liga II MTV Wolfenbüttel vor TSV Burgdorf und Eintracht Hildesheim sowie die Liga I TSV Buchholz vor TG Borloh-Wellendorf und MTV Schladen. Aus dem Turnbezirk Braunschweig steigt Tuspo Weende im kommenden Jahr auf, so dass alle im Vorfeld nominierten Mannschaften dieser Region im neuen Ligasystem vertreten sind - das spiegelt die hohe Qualität der Teams des hiesigen Turnbezirks wider.Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek war angetan von den Präsentationen der Sportlerinnen wie auch Jürgen Herbst, Vorsitzender des Einbecker Sportvereins, der den hohen Aufwand für eine schwierige, aber wunderschön anzusehene Sportart lobte. Großer Teamgeist und Fähigkeiten begeisterten Mannschaftskollegen, Trainer und Publikum. Können und Darbietungen, bei der Schönheit und hohen Schwierigkeiten ineinandergriffen, faszinierten Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne. »Turnen sei immer schön anzusehen«, betonte er. Im Sportunterricht hatten einige »Murren« davor - die gezeigten Darbietungen bei den Landeswettkämpfen sehen hingegen dank langem Trainings so leicht und elegant aus. Dr. Kühne dankte Helfern, Organisatoren und Verantwortlichen, einen so hochkarätigen Wettkampf in Einbeck auszurichteten, der viel Aufwand und Einsatz verlange, und er hoffte, bald Top-Turnerinnen wieder in Einbeck bei Wettkämpfen zu sehen. Großes Lob gab es für den Einbecker SV für die gelungene und gut organisierte Ausrichtung der Landesligawettkämpfe in Einbeck. Quelle: Einbecker Morgenpost